Forensische Therapien
Eine Therapie kann freiwillig erfolgen, weil die Einsicht besteht, dass das eigene Verhalten nicht in die richtige Richtung führt oder bereits in Straftaten mündete. Das Ziel forensischer Therapien besteht darin, Menschen darin zu unterstützen, straffrei zu leben. Ansatzpunkte diesbezüglich können vielfältig sein (Introspektion fördern, Deliktmotivation senken, Kontrollmöglichkeiten stärken, etc.).
Forensische Therapien werden auch in Form von Weisungen/Auflagen oder therapeutischen Massnahmen angeordnet. Diese erfolgen in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber (damit einhergehend ist die Lockerung der Schweigepflicht gegenüber der auftraggebenden Behörde). Dabei unterscheiden sich forensische Therapien und psychologische Psychotherapien nicht grundsätzlich. Dieselben grundlegenden Kernkompetenzen der Psychotherapeuten hinsichtlich Wertschätzung, Empathie, aktivem Zuhören und weiteren sind gefragt. Bei der forensischen Psychotherapie liegt der Fokus der Zielsetzung jedoch auf der Deliktprävention.